PDU im Rechenzentrum:
Mehr als nur eine Steckdosenleiste
Wer einen Blick in ein Serverrack wirft, könnte denken: „Das ist doch nur eine Steckdosenleiste.“ Im Rechenzentrum heißt dieses Bauteil jedoch PDU – Power Distribution Unit. Ohne PDU im Rechenzentrum läuft nichts. Diese Geräte dienen der Stromverteilung im Rechenzentrum.
In jedem Rack sind bei uns zwei PDUs verbaut:
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eine direkt an der Stromversorgung (links)
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eine zweite an einer USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Batterien) (rechts)
So stellen wir sicher, dass die Systeme auch bei einem Stromausfall weiter betrieben oder kontrolliert heruntergefahren werden können. Jedes Gerät hat mindestens zwei Netzteile und hängt mit dem Stromanschlusskabel an beiden PDU’s.
Die PDU’s haben zwei Arten von Steckern. Sogenannte C13/C14 Stecker, die man von Personal Computern kennt. Diese sind mit 10A Stromstärke belastbar und die Rechteckigen C19/C20 Stecker, die bist zu 16A liefern können.

Was macht eine „Managed PDU“ besonders?
Eine Managed PDU ist mit einem integrierten Computer ausgestattet und besitzt einen Ethernet-Port. Darüber wird sie ins Netzwerk eingebunden und kann zentral verwaltet werden.
Die wichtigsten Funktionen:
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Strommessung: Erfassung von Stromstärke, Spannung und Leistungsaufnahme – je nach Modell pro Phase und sogar pro Steckdose.
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Remote Management: Einzelne Steckplätze können aus der Ferne ein- oder ausgeschaltet werden. Damit lassen sich z. B. Server neu starten, ohne dass jemand physisch vor Ort sein muss.
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Netzwerkmanagement: Über ein Webinterface oder Protokolle wie SNMP können die Geräte direkt administriert werden.
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Monitoring-Integration: Wir binden die Geräte in unsere Überwachungsplattform CheckMK ein. So haben wir jederzeit im Blick, wie viel Strom jedes Rack verbraucht, ob Grenzwerte überschritten werden oder ob sich ungewöhnliche Lastverteilungen zeigen.
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Alarmierung: Bei Überlast oder Ausfällen können automatisch Benachrichtigungen ausgelöst werden.
Damit kann neben der Verteilung von Strom und Messung, damit es zu keinen Überlastungen kommen kann die Stromversorgung auch gemonitort werden. Es wird sofort festgestellt, wenn Server oder andere Geräte zu viel oder zu wenig Strom verbrauchen, wenn Netzteile ausfallen, etc.
Die Geräte werden in die zentrale Überwachungssoftware CheckMK eingebunden, die sofort unsere Operator benachrichtigt, wenn irgend ein unvorhergesehenes Ereignis eintreten sollte. Wir können damit oft reagieren, bevor ein Problem für die Kundinnen und Kunden / Nutzerinnen und Nutzer transparent wird.
Warum der Preis?
Mit rund 1.000 Euro pro Stück Neupreis sind Managed PDUs deutlich teurer als eine gewöhnliche Leiste. Der Preis erklärt sich durch:
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Industrietaugliche Hardware für den 24/7-Betrieb
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Zuverlässige Messung von Strom und Leistung
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Remote-Steuerung für effiziente Administration
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Langlebigkeit und Sicherheit im Rechenzentrumsumfeld
Wir haben 6 Stück gebrauchte PDU’s gekauft um rund 300 EUR pro Stück (macht noch immer in Summe rund 1.800 EUR aus). Die neuen Geräte heben damit die Zuverlässigkeit der Stromversorgung deutlich und sind zentrale Bauteile unserer Stromversorgungsinfrastruktur, genauso wie unsere neuen Unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV’s).
Fazit
Diese Geräte sind mehr als nur ein Stromverteiler. Sie sorgt für Zuverlässigkeit, Transparenz und Kontrolle im Rechenzentrum – Faktoren, die für den stabilen Betrieb unserer Infrastruktur entscheidend sind.
Bitte um Unterstützung für die Anschaffung der Power Distribution Units
Für den zuverlässigen Betrieb unseres Rechenzentrums sind Managed PDUs unverzichtbar. Sie sorgen dafür, dass unsere Systeme stabil laufen, Ausfälle verhindert werden und wir den Energieverbrauch jederzeit im Blick haben. Ohne diese Infrastruktur könnten wir unser Ziel – eine unabhängige, in Europa betriebene digitale Plattform – nicht erreichen.
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