SPAM Versand

email-spamEs passiert immer wieder, dass von E-Mail Adressen unserer Kunden und Mitglieder SPAM E-Mails versendet werden. Dies passiert im Normalfall nicht absichtlich. Es gibt zwei Möglichkeiten wie man zum Opfer von Spammern werden kann: (Malware oder Viren am eigenen Gerät oder das Passwort wurde gestohlen):

  1. Viren am eigenen Gerät Meist ist das Gerät des betroffenen von einem Virus oder anderer Malware befallen. Diese Malware nutzt den am betreffenden Gerät eingerichteten E-Mail Account und versendet im Hintergrund unbemerkt SPAM Mails vom eigenen Konto. Da unser Mailserver seit geraumer Zeit nur mehr E-Mails zum Versand akzeptiert, die von der eigenen E-Mail Adresse stammen, so merkt man dies ab dem Zeitpunkt wo solche E-Mails als unzustellbar wieder in der eigenen Mailbox landen. Sollten Sie also SPAM E-Mails in ihrem Posteingang finden, die als unzustellbar zu Ihnen zurückkommen, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Jemand verwendet vermutlich Ihr Gerät zum Versand von Mails. Was sollten Sie tun? Achten Sie darauf dass auf Ihrem gerät ein aktueller Virenscanner installiert ist. Es ist wirklich wichtig, dass dieses Programm aktuell gehalten wird. Ein Virenschutz der mit dem PC als Testversion mitkommt ist nicht ausreichend, da diese Version abläuft – und nach einiger Zeit keine Updates mehr bekommt. Ein Virenscanner ohne Updates ist ungefähr so wirksam wie ein Präservativ mit vorgestanzten Löchern.
    Microsoft bietet für PCs bis inklusive Windows 7 gratis die “Security Essentials” an: http://windows.microsoft.com/de-AT/windows/security-essentials-download
    Dieser Virenscanner bietet guten Schutz ohne nervende Werbung. Für andere Geräte gibt es auch gratis Virenscanner wie z.B. AVAST, diese sind aber werbefinanziert: https://www.avira.com/de/avira-free-antivirus
    Kostenpflichtige Antivirus Software hat meistens einen größeren Funktionsumfang, dafür benötigt man aber Abos, die ständig erneuert werden müssen (meist jährlich). Lassen Sie den Virenscanner auch in regelmäßigen Abständen den PC Scannen (das ist vor allem wichtig, wenn Sie Ihr gerät nicht ständig laufen lassen, sondern auch ausschalten, dann kann der Scanner nicht in der Nacht z.B. den Scan durchführen – und Sie müssen den Scan eventuell auch händisch starten.
  2. AdWare oder andere Malware
    Nicht alle Malware Programme werden von Antivirus Programmen gefunden. Scannen Sie Ihren PC daher gelegentlich zusätzlich nach AdWare. Das sind Programme, die Ihnen unmotiviert Werbung im Web Browser einblendet, aber die auch gelegentlich andere unangenehme Eigenschaften zusätzlich mitbringen. Hier sind zwei Programm zu empfehlen:
    ADWCleaner
    http://www.chip.de/downloads/AdwCleaner_58118522.html
    BitDefender Adware Cleaner
    http://www.bitdefender.com/solutions/adware-removal-tool-for-pc.html
  3. Das eigene Passwort wurde gestohlen Viele Anwender denken sich, dass es eigentlich egal ist, ob das E-Mail Passwort gestohlen wird. Man hat ja ohnehin keine geheimen Daten in seinem Postfach. Der Zugriff auf Ihr Postfach ist Ihre Entscheidung. Jedoch ist das Lesen Ihrer Post noch das kleinere Übel. Wenn jemand Ihr Passwort klaut, dann kann er in Ihrem Namen jederzeit Mails versenden. Wenn das dann tausende Spam E-Mails sind, dann ist das nicht mehr nur ihr Problem sondern das aller Nutzer unseres Mail Servers – die dann zum einen Probleme mit dem Mailserver haben werden (weil er langsam wird) – zum anderen auch Probleme haben überhaupt Mails zu versenden, weil wir auf Spam Blocklisten landen. Andere Mailserver nehmen dann von uns gar keine Mails mehr an. Das ist zum einen ärgerlich – zum anderen aber auch Geschäftsschädigend.

Nachdem Sie also Ihre Geräte auf Viren und AdWare geprüft haben (ALLE GERÄTE!) – und sicher sind, dass sie sauber sind, ändern Sie bitte Ihre E-Mail Kennwort. Das Kennwort sollte möglichst lange sein – kein Wort, das in einem Wörterbuch steht. Zudem sollte es auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Eine gute Möglichkeit für ein Passwort das schwer erraten werden kann ist z.B. die Anfangsbuchstaben eines Satzes zu verwenden. So kann man sich das Passwort trotz Komplexität gut merken.
Wie man das Kennwort einer Mailbox ändert ist hier beschrieben

Falls Sie das noch nicht tun, stellen Sie auch ALLE GERÄTE so um, dass sie sowohl für die Abfrage des Posteingangs – als auch für das Versenden der Mails die verschlüsselten Varianten von entweder POP3 oder IMAP4 sowie SMTP verwenden. Warum? Wenn Sie ihr mobiles Gerät (Notebook, iPad, Telefon) dazu verwenden unterwegs Mails abzurufen, dann werden Sie gelegentlich auch einen WLAN Zugang nutzen (Mc Donalds, Starbucks, Flughafen, Hotel, …) wenn Sie so ein WLAN nutzen, dann ist es relativ einfach dass ihr Nachbar den Verkehr im WALAN mitliest. Wenn die Kennwörter im Klartext über die Leitung (oder in diesem Fall über die Luft) verschickt werden, dann kann jemand der es darauf abgesehen hat, in kurzer Zeit eine große Menge an Benutzerkennungen und Passwörtern einsammeln. Diese werden danach genutzt um wieder Spam Mails zu verschicken. Uns ist egal, ob sie andere Leute Ihre E-Mails lesen lassen wollen, aber es ist ein großes Problem für uns, wenn Ihre E-Mailbox dazu verwendet wird SPAM zu versenden. Daher stellen Sie bitte die Einstellungen Ihres E-Mail Programms auf die verschlüsselten Varianten von POP3/IMAP4 und SMTP um.
Wie man IMAP4/POP3 und SMTP sicher konfiguriert findet man hier

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

 

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Werner Illsinger

Präsident bei Digital Society
Die Vorteile der digitalen Technologien zu verbreiten und eine kritische Auseinandersetzung zu fördern, ist die Mission von Werner Illsinger seit er in den 80er Jahren die HTL für Nachrichtentechnik absolviert hat. Er hat einen der ersten Internet Provider in Österreich aufgebaut, hat Erfahrung im Vertrieb, Management und Geschäftsführung bei internationalen Konzernen,ist Referent und Vortragender bei nationalen und internationalen Veranstaltungen und Konferenzen, ,sowie Präsident der DigitalSociety.
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